Sunday, 4. February 2007

Perma URLs

Eine gute URL eines Objektes soll in etwa folgende Merkmale aufweisen (geordnet nach meiner persönlichen Einschätzung der Wichtigkeit):
  1. Sie soll muss permanent sein: Damit man das Objekt mittels dieser URL bis in alle Ewigkeit eindeutig referenzieren kann
  2. Sie soll selbstredend sein: Damit man an Hand der URL selbst bereits möglichst gut erkennen kann, was sich dahinter verbirgt. V.a. auch für SEO wichtig.
  3. Sie soll kompakt und kurz sein: Damit man die URL (ab)tippen (z.B. vom Gedruckten) kann.
  4. Sie soll mehrstufig sein: Damit man Teile der URL (von rechts) entfernen kann, und man erhält weitere Seiten
Leider stehen diese Ziele teilweise in einem Konflikt zu einander.

Hier auf twoday.net folgen wir noch immer dem aus Antville übernommen URL-Aufbau. Dieser Beitrag z.B. ist unter http://michi.knallgrau.at/blog/stories/3279755 erreichbar. Diese URL ist zwar permanent, kompakt und (bedingt) mehrstufig. Aber selbstredend ist sie nicht.

In den gängigen Blog-Systemen hat sich mittlerweile folgendes URL-Schema durchgesetzt: http://.../articles/2006/03/20/flexable-routes-with-path_info Fantastisch. An Hand der URL kann ich bereits ablesen, wie aktuell der Beitrag ist, und worüber er ungefähr handelt. Solcherlei URLs sind definitiv selbstredend und mehrstufig. Aber erfüllen sie auch das oberste Gebot des URL-Designs, zwar den der Permanenz? Üblicherweise wird Usern nämlich auch erlaubt den textlichen Teil der URL ändern zu können. Eine Aktion die absolut tabu sein sollte, denn dadurch verlieren sämtliche Referenzen auf die URL ja ihre Gültigkeit.

Das 37signals-Blog zeigt nun eine mögliche Lösung für dieses Dilemma vor. Die dortigen URLs bestehen sowohl aus der uniquen ID als auch aus einem arbiträren Text. Die folgenden drei Links führen alle zum gleichen Artikel [siehe auch]:
-> http://.../posts/247-calling-all-basecamp-customers-in-nyc-or-chicago
-> http://.../posts/247-was-auch-immer-ich-hier-schreib
-> http://.../posts/247

Ein interessanter Kompromiss. Doch leider geht nun hier die Injektivität, sprich Eindeutigkeit verloren. Denn woran erkennt nun ein Fremdsystem, dass es sich bei obigen URLs um ein und das gleiche Objekt handelt?

Schwierige Angelegeneheit. Weiterhin. Und derweilen bleiben wir eben auch besser bei den numerischen URLs.

Monday, 5. February 2007

onLib a.k.a. jala

Robert Gaggl from Orf On proudly presents:
-> Jala
Jala is an open-source collection of JavaScript modules for Helma Object Publisher.

Especially the JsDocs are nice to see in action. Also see here for more feedback on Jala.

the machine is us



video @ YouTube

[via robert, via lumma.de, via the axel, via japhy, via punctilio]

Tuesday, 6. February 2007

Windows Vista - Wow!?

Letztes Wochenende beim Media Markt: Ein Riesen-Display mit Office 2007 und einem Screenshot des Windows Vista Blogs. Das macht stolz.

Anlass für den Media Markt Besuch der Kauf eines neuen Laptops für unsere Mutter, da der alte Laptop eingegangen ist. Das Timing war gut gewählt, denn so kam man/sie/ich gleich in den Genuß von Windows Vista.

Axel hat ja bereits vor einem halben Jahr Vista Beta unter die Lupe genommen.

Erste Erkenntnis: Ich sah mich nicht veranlasst auch nur eine einzige andere Software (Picasa, Thunderbird, Firefox, CD Burner, Google Desktop,..) für meine Mutter extra zu installieren. Alles schon dabei was das Herz begehrt.

Zweite Erkenntnis: Die Ordner-Struktur rückte in den Hintergrund. Vor allem beim Durchblättern der Fotos bekommt man alternative Navigationsmöglichkeiten (nach Aufnahmedatum) angeboten. Und die Suche ist stärker in den Vordergrund gerückt. Doch zwei-, dreimal lieferte die Suche erst nicht das, was ich erwartete. Nicht gerade ermutigend. Jedenfalls wird vom normalen User eine ziemliches Umdenken erwartet. Ein Umstieg von XP auf Vista ist fast so groß wie von XP auf OS X.

Dritte Erkenntnis: Vista wird vor allem mit der Fenster-Umschalt-Funktion und der Sidebar geworben. Beides Schrott. Die 3D-Visualisierung bringt null Mehrwert, und macht das Umschalten einfach einen Tick zu langsam. Und die Sidebar ist ähnlich unnötig. Wer braucht schon eine Riesenuhr oder einen komplett unübersichtlichen RSS-Reader?

Ergo? Vista ist eben das System für die Zukunft. Und für meine Mutter, nach einer Umgeöhnungsphase sicherlich die richtige Wahl.

Und für mich? Ob meine nächste Wahl Vista, OS X oder Ubunto sein wird, weiß ich noch nicht. Für mich am Wichtigsten ist eigentlich die Geschwindigkeit des Systems (und diesbzgl drängt sich Vista nicht unbedingt auf). Ansonsten wird aber das OS interessanterweise (für mich) aber immer unwichtiger. Eine definitiv positive Entwicklung.

Nachtrag 28.2.07:
Ein zweiter untersuchter Bereich war die Latenzzeit beim Öffnen der Menüs. Laut der Studie ist man hierbei um rund 20 Prozent langsamer geworden als Windows XP. Gleiches gilt für die täglichen Desktop-Aktivitäten: Das Öffnen von Verzeichnissen, das Löschen von Dateien und andere Tätigkeiten gehen nun im Schnitt um rund 16 Prozent langsamer vonstatten. (derStandard.at)

Wednesday, 7. February 2007

Schnee



Geniale Fotos aus Åre auf derStandard.at
-> http://derstandard.at/?url=/?id=2758875

Friday, 9. February 2007

Wieso interessiert sich eigentlich keine Sau für oe24.at?

Ok zugegeben, etwas provokative Frage am Freitag kurz vor Büroschluß. Aber mir ist erst diese Woche aufgefallen, dass ich seit dem Launch vor 5 Monaten kein einziges Mal wieder über die Seite gestolpert bin.

Weder positives noch negatives hab ich seither gelesen. Die Site scheint den Leuten einfach komplett egal zu.

Oder täusch ich mich etwa?

Hype du Jour

-> http://pipes.yahoo.com/
bzw related, aber schon älter:
-> http://www.dappit.com/

Pipes is an interactive feed aggregator and manipulator. Using Pipes, you can create feeds that are more powerful, useful and relevant.

-> cool!

Aber ich hab nach ein zwei Stunden "herumspielen" (sowohl mit Pipes als auch mit Dapper) nicht geschafft auch nur einen einzigen halbwegs vernünftigen UseCase umzusetzen. Und es dürfte anderen nicht ganz unähnlich gehen.

Monday, 12. February 2007

OpenID - supported by Microsoft

Eine super interessante Entwicklung findet hier im Kampf um die User-Identitäten gerade statt.

Als Microsoft seinerzeit Passport (neuerdings als 'Windows Live ID' bekannt) launcierte, genoß M$ bereits nicht gerade den bereits Ruf als Datenschützer um einen globalen, zentralen User-Server erfolgreich etablieren zu können. Die Zahl der integrierenden Services konnte man seit jeher an einer Hand abzählen (wenn man die MS-eigenen Services mal bei Seite lässt)

Die Antwort der Bloggerwelt (bzw von SixApart) auf das Problems des sich ständig Registrieren müssens, lautete Anfang 2004 Typekey. Da dies aber wiederum ein zentrales Service war, bloss dass statt Microsoft eben eine andere (genauso 'vertrauensunwürdige') Firma versuchte, an alle Daten heranzukommen, fand auch Typekey kaum Freunde jenseits der WordpressMovableType-Grenzen.

Das Bedürfnis nach einem dezentralen, demokratischen Authentifizierungs-Mechanismus für das Web war dann (Mitte 2004) bereits so groß, dass ich zusammen mit earl die Idee ausformulierten und SORUA ins Leben riefen. Etwa zeitgleich gab es aber auch eine Reihe von anderen Initiativen: OpenID, Yadis, LID,.. Initiativen die man mittlerweile unter dem Schlagwort Identity 2.0 zusammen fassen kann. Von Anfang an genoß aber OpenID, dank der Unterstützung von LiveJournal, die meiste Aufmerksamkeit.

Seitdem hat sich aber das Internet enorm schnell weiter entwickelt. Die großen Player (allen voran Google und Yahoo) brachten ein Webservice nach dem anderen unter deren Deckmantel heraus. So viele schrecklich nützliche Services, dass kaum jemand der Versuchung widerstehen kann, sich nicht doch einen Account bei Google oder Yahoo anzulegen. Und schlau wie die sind, machen die es jedem anderen Service sehr einfach (siehe Google Account Authentication, bzw Yahoo's BBAuth) mit einem Schlag das eigene Service (potentiell) Millionenen von bestehenden Usern zu öffnen, ohne dass diese sich registrieren müssten. Wer kann denn einer solchen Versuchung noch widerstehen? Es schien fast so, als wären all die ganzen Bedenken welche man zentralen User-Servern gegenüber hegte, plötzlich verschwunden wären.

Gottseidank ist dem aber anscheinend doch nicht so. O'Reilly griff das Thema vor zwei Monaten wieder auf, und publizierte dass bereits 500 Sites OpenID unterstützen. Und nun verkündete Bill Gates höchstpersönlich, dass Microsoft künftig OpenID ebenfalls unterstützen wird. Ein smarter Schachzug vom Herrn Gates, denn das Rennen gegen die zentralen User-Server von Google und Yahoo war einfach nicht mehr zu gewinnen (behaupte ich jetzt mal so).

Es ist also auch höchste Zeit für uns auf das richtige Pferd, sprich OpenID, zu setzen. Sorua wird weiterhin für die überschaubare Zahl an Implementierungen seinen Dienst verrichten, aber die Zukunft gehört eindeutig OpenID. Und ich bin gar nicht mal so unglücklich darüber.

Nachtrag:
* Quick Intro to OpenID (video)
* Six cool things you can build with OpenID
* ruby-openid

Thursday, 15. February 2007

Rails Cache

For Rails 2.0 we hope to cultivate these humble beginnings into an automatic cache so that all read queries are only run once per rails request if possible. [src]

Da kann man als alter Helma-User nur schmunzeln. Vor allem "we hope" und "if possible" ist noch extra erheiternd. Man vergleiche hierzu Helma's LRU Object Caching Mechanismus, für die die ihn noch nicht kennen.

Randnotiz: Ich weiß, ich weiß, hier auf twoday.net lahmt es in letzter Zeit. Ein Helma-Cluster-Setup ist aber bereits am Weg. Bis dahin heißt es durchhalten.

Wednesday, 21. February 2007

Webdeveloper/in gesucht (mal wieder)

Knallgrau sucht wieder mal weitere Verstärkung!

An dieser Stelle verweise ich schlicht auf die aktuelle Stellenausschreibung auf knallgrau.at:
-> http://www.knallgrau.at/company/jobs/programmierung210207/

Und mache noch auf den darin enthaltenen Hinweis aufmerksam, dass wir auch zeitlich begrenzte Unterstützung für ein gerade aktuelles Projekt (welches bis etwa Juni läuft) gerne in Anspruch nehmen, falls der eine oder andere Bindungsängste hat :-)

InteressentInnen melden sich bitte bei mir:
-> michael.platzer(at)knallgrau.at

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michi Michi a.k.a. 'Michael Platzer' is one of the Knallgraus, a Vienna-based New Media Agency, that deals more and more with 'stuff' that is commonly termed as Social Software.

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